
Patrick Wolf Wind In The Wires
1.The Libertine /
2.Teignmouth /
3.The Shadow Sea /
4.Wind In The Wires /
5.The Railway House /
6.The Gypsy King /
7.Apparition /
8.Ghost Song /
9.This Wheater /
10.Jacobs Ladder /
11.Tristan /
12.Eulogy /
13.Lands End
Wer könnte den Soundtrack zu einer stürmischen Gewitternacht besser komponieren, als ein nicht ganz ausgewachsener Ire mit ausgereiftem Musikverständnis und Hang zum Leben auf der Berghütte (alleine, versteht sich)? Richtig, niemand. Also legen wir den Job doch einfach in die Hände des einsamen Wolfes himself - Patrick Wolf.
Auf seinem zweiten Album "Wind In The Wires" zeigt uns der junge Herr, gerade mal 21 Jahre alt, was man mit einem Arsenal an altertümlichen Instrumenten, ein Bisschen Audio-Software und jeder Menge Herz alles machen kann.
Wolf lädt uns auf seiner Platte ein, direkt in die Tiefen der irischen Wälder, in Zeiten, in denen seine Artgenossen unbeschwert zwischen den Hügeln langschleichen und im weißen Mondlicht einen Heuler ausstoßen. Egal, bei welchem Track man stehen bleibt, man wird das Gefühl nicht los, von hohen Bäumen und dunklen Wolken umgeben zu sein. Wenn uns die Wunderstimme mit dem herrlichen Akzent dann noch Zeilen wie "Under this weather / Such shadows are blossoming / Out at sea" um die Ohren säuselt, ist endgültig Schluss und wir vergessen alles drumherum.
Die Kombination zwischen längst verstorbenen Klangkörpern (Mandolinen, Ukulelen, Harven, etc.) und maschinellen Beats funktioniert hierbei wunderbar, zumal die harmonierenden Instrumente immer im Vordergrund stehen, und der Computer nur im Hintergrund zum Einsatz kommt, damit die Füße was zum Wippen haben. Dass dabei keine eingängingen Popsongs entstehen, ist klar, die Melodien spielen sich trotzdem gut ein und bestechen durch glänzende Schönheit, niederschmetternde Melancholie oder rauhes Mittelalter-Gefiedel.
Die Texte geben der Musik die Würze, unterstreichen sie doch die Thematik Naturverbundenheit, Alleinsein und persönliche Zwiste in lyrisch unkomplizierten und doch tief berührenden Versen. Der etwas eigene Gesangsstil macht "Wind In The Wires" letztendlich zu einem Erlebnis. Endlich wieder Musik, die wirklich in den Bann zieht, ohne dabei in komplexe Songstrukturen ohne Halt zu driften, und das obwohl der Künstler musikalisch so verspielt zu sein scheint.
Wenn Einsamkeit, Dunkelheit und schlechtes Wetter miteinander musizieren würden, würde das Resultat definitiv "Wind In The Wires" heißen.
Offizielle Homepage:
www.patrickwolf.com
Hörproben:
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