At The Drive-In This Station Is Non-Operational

1.Fahrenheit / 2.Picket fence cartel / 3.Chanbra / 4.Lopsided / 5.Napoleon solo / 6.Picketpocket / 7.Metronome Arthritis / 8.198d / 9.One armed scissor / 10.Enfilade / 11.Non-Zero possibility / 12.Incetardis / 13.Doorman's placebo / 14.Autorelocator / 15.Rescuache / 16.This night has opened my eyes /
17.Initation / 18.Take up thy stethoscope and walk

Es schien die perfekte Band zu sein. Ein emotional aufgekratztes Energiebündel mit Stimmakrobatik am Mikrofon, ein überdimensionaler Afrokopf mit Frickel-Anleihen an der Gitarre und ein paar gut aussehende Jungs dahinter, die sich durch die Clubs der Welt schreien und politische Missstände besingen. Seit 2001 ist der Traum leider aus. Der Erfolg der Hammerplatte "Relationship Of Command" bringt At The Drive-In um, die Band gibt ihre Auflösung bekannt.
Vier Jahre danach, zu Zeiten, in denen sich Splitterprojekt The Mars Volta längst etabliert hat und Nachband Sparta durch die kleinen Schuppen tingelt, wird endlich geliefert, was längst in den Plattenschrank gehört: Eine Anthology. Fein säuberlich geordnet wurden hier 18 Tracks zusammengestellt, die uns eine letzte Träne hinterherweinen lassen.
Die erste Hälfte glänz mit chronologisch geordneten Perlen der ATD-I Diskographie, von "Metronome Arthritis" bis "One Armed Scissor" ist alles dabei. Mit "Lopsided" erleben wir die Jungs sogar in einem fast schon Jimmy Eat World-ähnlichen Emo-Song, eingängig und frisch.
Weiterhin wird der Sammler und Hardcorefan mit raren oder sogar vergriffenen B-Seiten beschenkt, sogar das umwerfende The Smiths-Cover "This Night Has Opened My Eyes" findet seinen Weg auf die Compilation. Wirklich überzeugen können die unveröffentlichten Aufnahmen allerdings nicht, die Dubnummern "Autorelocator" und "Rascuache" hätte man sich direkt sparen können. Bei 18 Tracks dürfen diese zum Glück wortlos der Skiptaste zum Opfer fallen. Schade nur, dass besonders der hintere Teil des Albums daher leider etwas lieblos wirkt. Die limitierte Edition enthält zusätzlich noch eine kleine, aber feine DVD mit Videoclips und Randinfos.
Über diese Platte werden sich At The Drive-In Sammler noch lange freuen, Neueinsteiger, die von der Band noch nie etwas gehört haben, sollten ihren ersten Lausch allerdings lieber dem Bestseller "Relationship Of Command" schenken, der durchweg mit Krachern am Fließband überzeugen konnte.
Nichtsdestotrotz eine hübsches Sammelsurium, das in jeden gut sortierten CD-Ständer gehört. Richtig heißen, neuen Stoff, gibt es aber leider nicht.

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Persönliche Highlights:
Lopsided, One Armed Scissor, This Night Has Opened My Eyes

Offizielle Homepage:
Splitterbands: www.themarsvolta.com www.spartamusic.com

Hörproben:
Amazon-Link

Bilder:
http://atdi.webz.cz/galerie.html