kopfzuhause
du schwindest nicht aus diesem kopf
wohin ich geh ist dir egal
ich stapf durch pfützen stapf durch schnee
von tag zu tag von mal zu mal
schlängelst dich graziös gekonnt
hinter meiner netzhaut lang
ich schnapp nach dir ich halt dich fest
das lied das ich dir gestern sang
als ich für mich im stillen hier
gedanken einfach fließen ließ
wie jeden tag wie jedes mal
versuch der sich als sturz erwies
wie kann ich je in tausend wörtern
skizzieren was kein auge sieht
wie kann ich je in tausend strichen
notieren was wild in mir flieht
und zuflucht suchend schutz gefunden
sich tief in meinem hirn vergräbt
und schmerzlos sich in zarten wunden
beschaulich warmes nest sich webt
nenn meinen schädel dein zu hause
meine gedanken deine kost
du lebst in mir um mich herum
sonne wärme winterfrost.
.hannes naumann