blaue nacht

und nacht wird blau und immer blauer
bis sie in tiefem schwarz versinkt
auf deinem rücken kriecht der schauer
das schluchzen aus der ferne klingt

in deinem körper tosend sturm
das chaos deinen kopf ergreift
stehst felsenfest, du bist der turm
bis man dich durchs gewissen schleift

dein schädel droht zu explodieren
und nichts hält ihn mehr fest
die herzen fangen an zu frieren
hoffst, dass es dich loslässt

doch wenn du auch tief fallen magst
und suchend nach dem letzten licht
laut schreiend deines lebens klagst
ich bin hier, und ich beschütze dich.

.hannes naumann